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Nachdenklich

Im Sommer 2005 haben Schüler des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Königs Wusterhausen mit Frau Seifert unter der Leitung von Frau Dr. Hübener und mit Unterstützung der Landesklinik Teupitz eine Projektwoche durchgeführt. Diese diente der Aufarbeitung der "Geschichte der Landesanstalt Teupitz in der NS-Zeit".

Das Ziel war, eine landesweite Ausstellung mitzugestalten, die diese Thematik einer größeren Öffentlichkeit zugänglich macht. Damit konnten wir auf eine Opfergruppe aufmerksam machen, deren Schicksal sowohl in der Gesellschaft als auch in den Familien bis heute häufig tabuisiert wird. Dazu recherchierten wir speziell zu den Biografien von Fritz B., Willi S. und Paul Goesch.

Als Höhepunkt wurden mit dem in Köln lebenden Künstler Gunter Demnig sogenannte "Stolpersteine" zum Gedenken an die Opfer der Krankenmorde in der NS-Zeit vor dem Haupteingang der Landesklinik Teupitz verlegt. Die am Projekt beteiligten Schüler übernahmen die Patenschaft über einen "Stolperstein".

 


Geschichtsunterricht an der Landesklinik Teupitz

Seit November des Jahres 2005 gibt es nun in der Landesklinik eine Ausstellung mit Zeichnungen, Skizzen und Gemälden von Paul Goesch. Diese besuchte der Leistungskurs Geschichte und hier wurde die Zusammenarbeit mit der Landesklinik wieder aufgenommen. Zur Bereicherung des Unterrichts zur Weimarer Republik und zur NS-Zeit konnten die Schüler des Leistungskurses durch einen interessanten Vortrag von Fr. Dr. Hübener einen Einblick in die Entwicklung der Psychiatrie jener Zeit gewinnen. Bedeutung und Rolle des Sozialdarwinismus, das Vorgehen gegen psychisch Kranke mit Zwangssterilisierung, der Entwicklungsstand der psychiatrischen Behandlungen und vieles mehr wurde uns erläutert.
Die Unterrichtsstunden in Teupitz stimmten nachdenklich, waren interessant und weckten bei uns neue Fragen zu diesem Zeitraum der Geschichte.